utorak, 16. kolovoza 2011.

Individuelle Therapie-DIE MEDIZIN TIBETS

Die Medizin Tibets hat eine lange Tradition und konnte weitgehend freibleiben von westlichem Einfluß, weil Tibetnie Kolonie war. Nichtsdestoweniger ist ihr Ursprung relativ jung, verglichen mit der Medizin Chinas oder Indiens, und wird ungefähr auf das 7. Jahrhundert n. Chr. datiert. Von dem tibetanischen Herrscher König Songtsen Gampo, der in seinem Land eine vom Indischen abstammende Schrift einführte, wird gesagt, er habe ebenfalls die Medizin eingeführt, indem er Ärzte aus China, Indien und dem Iran an seinen Hof berief.
Die Medizin Tibets ist eine einmalige Synthese aus der traditionellen Medizin Indiens und Chinas mit dem tibetanischen Buddhismus und Elementen aus der Medizin Arabiens. Ebenso wie Ayurveda und die chinesischen Systeme ist sie ganzheitlich und berücksichtigt Faktoren wie Ernährung, Lebensstil, Umwelt, Wetter, Haltungen und Gefühle. Die Theorie der Meridiane oder Energiekanäle ist besonders hoch entwickelt.

DieMedizin Tibets betrachtet Krankheit als das Ergebnis eines Ungleichgewichts zwischen den drei Körpersäften, die in allen lebenden Dingen existieren und die Kontrolle der Organfunktionen ausüben. Diese sind :
-der Wind, der sich auf die Atmung und Bewegung bezieht,
-die Galle, die für Verdauung, Hautfarbe und Temperament verantwortlich ist,
-der Schleim, der den Schlaf, die Beweglichkeit der Gelenke und die Elastizität der Hsut beeinflußt.
Als ein Ursache von Krankheit wird Ignoranz gegenüber der wahren Natur und der Wirklichkeit angesehen. Als Folge daraus werden wir die Beute widerstreitender Wünsche und Emotionen-und dies erzeugt drei Typen eins mentalen Status: Neigung, Aversion und Konfusion, auch bekannt als die drei Gifte die umschlagen und zu Ungleichgewicht und Krankheit führen.
Andere Ursachen für ein Ungleichgewicht sind Faktoren wie Umgebung, Ernährung, Lebensführung, klimatische Einflüsse, Gift und Verletzungen, welche auf die Körpersäfte wirken und ein Übermaß oder einen Mangel verursachen.
Diese Theorie unterscheidet sich vom Ayurveda darin, daß sich die drei Gifte erst im wachsenden Fötus entwickeln, der Schleim, Galle und Wind erzeugt.
Innerhalb Tibets ist die Medizin immer noch eng mit Religion und Magie verbunden. Prediger und Rituale zum Schutz gegen das Böse und zur Abwendung von Unglück spielen beim Heilen von Krankheiten eine große Rolle.
Diagnosekriterien sind Pulsschlag, Urinanalyse (diese ist außergewöhnlich gut entwickelt und hat ihren Ursprung wahrscheinlich in der mittelalterlichen europäischen Medizin, die durch die Perser nach Tibet gebracht wurde), Zungendiagnose und Betrachtungen. Behandlungen, die das Gleichgewicht der Körpersäfte wiederherstellen, umfassen Kräuterarzneien und begleitende Therapien wie Massage, Moxibustion, Akupunktur, Diäten und Verhaltensmaßregeln, religiöse Rituale und Reinigungstechniken. Die tibetische Medizin wird in Tibet, Indien, Ladakh, Nepal und Butan praktiziert. Durch im Westen lebende tibetische Wissenschaftler wird sie auch hier bekannt.




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